evangelisch in Velbert
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Entwicklung

Entwicklung der Gemeindegeschichte seit 1560

Gerd Lensing

um 1560 Der 1556 nach Velbert gekommene katholische Vikar Winmar Schönfeld tritt mit den Bauern des Kirchspiels Velbert zum lutherischen Glauben über. Nach wenigen Jahren gibt es im ganzen Kirchspiel keinen Katholiken mehr.
1618 bis 1620 Streithafte Auftrennung der Gemeinde in Velbert in die Lutherische und die Reformierte (Calvinistische) Gemeinde.
1669 In Velbert existiert eine "Armenkasse", aus der die Bedürftigen beider Gemeinden unterstützt werden.
1683 Die Reformierten aus den Honschaften Leubeck und Hetterscheidt gründen eine eigene Reformierte Gemeinde Heiligenhaus. Velbert erkennt diese erst 1710 in einem Vergleich über die Pfarrgrenzen an.
1697 Durch Gerichtsurteil werden Kirche, Pastorat und deren Renten zu gleichen Teilen zwischen Lutheranern und Calvinisten aufgeteilt.
1714 Die Lutheraner aus der Honschaft Leubeck wählen einen eigenen Pastor. Als eigenständige Lutherische Gemeinde wird Heiligenhaus von den Velberter Glaubensgenossen und der lutherischen Bergischen Synode erst 1720 anerkannt. Zum Pfarrgebiet zählen auch die Lutheraner in Hasselbeck und Isenbügel.
1766/69 Die neue (heute: Alte) Kirche wird auf dem Fundament der Ida-Kapelle errichtet und eingeweiht.
1826/29 Der Streit um die Benutzung der Orgel endet nach drei Gerichtsprozessen damit, dass die kleinere Gemeinde eine eigene Orgel in die Kirche einbaut.
1862 Die beiden Gemeinden vereinigen sich zur evangelischen Gemeinde.
1891 Das Vereinshaus (1. Bauabschnitt des Gemeindehauses) mit Eingang von der Mühlenstraße (heute: Koelverstraße) ist fertig gestellt.
1893 Pfarrer Karl Idel wird wegen einer Schrift, die er während seiner Amtszeit in Velbert herausbringt, von der Kirchenleitung seines Amtes enthoben und muss eine Gefängnisstrafe absitzen. Heute wird er als "Vater" der freikirchlichen Gemeinden angesehen.
1902 Die erste ev. "Kleinkinderschule" wird gegründet und findet ihr Zuhause im ehemaligen lutherischen Pastorat an der Kirchhofstraße (heute Bahnhofstraße).
1910 Die neu erbaute Christuskirche wird eingeweiht.
1920 Bildung des Gemeindeamts mit einem hauptamtlichen Verwaltungsbeamten.
1924 "Der Sonntagsgruß", der erste Gemeindebrief in Velbert, erscheint.
1946/50 Die ersten drei Synoden der Preußischen Landeskirche, die seit 1932 unterbrochen waren, finden im Velberter Bürgerhaus, der Alten Kirche und der Christuskirche statt. Dabei wird 1948 die "Evangelische Kirche im Rheinland" gegründet.
1958 Die ev. Gemeinde Velbert muss aufgeteilt werden. Fortan gibt es nebeneinander die ev. Kirchengemeinde Velbert und die ev. Kirchengemeinde Velbert-Dalbecksbaum.
   

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Evangelische Kirchengemeinde Velbert

 

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